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Deutliches Lebenszeichen der Wölfe

Handball: Wichtiger 35:30-Sieg gegen Mundenheim – Hoffnung im Abstiegskampf

Die Regionalliga-Handballer der HF Untere Saar haben das Siegen doch nicht verlernt. Mit dem 35:30 (18:11)-Heimsieg
gegen den Rivalen Mundenheim setzten die abstiegsgefährdeten Wölfe am 18. Spieltag ein deutliches Lebenszeichen.

Von SZ-Mitarbeiter
Roland Schmidt

Merzig. Ein Schneechaos legte am Samstag den Verkehr im Saarland weitgehend lahm. 250 Handball-Fans machten sich
dennoch auf, um sich das Regionalliga-Heimspiel der HF Untere Saar anzuschauen. Und sie wurden für ihre Mühen belohnt.
„Das war unsere beste erste Halbzeit in dieser Saison.
Die Jungs haben klasse gespielt“, freute sich HF-Trainer Berthold Kreuser über den 35:30 (18:11)-Sieg gegen VTV Mundenheim. Die Demontage aus dem Hinspiel (26:40) hatten die Saarländer ihren Gästen scheinbar nicht verziehen.
Wölfe sind nachtragend – das musste der starke Aufsteiger schmerzhaft erfahren.
Klärendes Donnerwetter
Bereits nach sechs Minuten führte Untere Saar mit 6:2. Im Angriff war ein ganz anderer Biss erkennbar als in der Vorwoche.
Das klärende Gespräch nach der enttäuschenden 23:29-Schlappe bei der VTZ Saarpfalz hatte Wunder gewirkt.

„Da flogen die Fetzen. Vielleicht lag es aber auch daran, dass Andy Dörr die Mannschaft vorbereitet hat“, grinste Kreuser später zu seinem verletzten Rückraumspieler rüber, der den beruflich verhinderten Polizisten unter der Woche im
Training vertrat.
Wie auch immer. Merzig dominierte die Partie eindeutig und führte ständig. Viel Dusel hatte HF-Torwart Sven Klein
allerdings in der 20. Minute, als sein Team 13:10 führte und Mundenheim zwei Mal am Pfosten scheiterte. „Das Glück
des Tüchtigen. Sven war heute ein sicherer Rückhalt“, lobte Kreuser seinem Schlussmann.
Dank Kleins Paraden und einer disziplinierten Angriffsleistung führten die Handballfreunde zur Pause klar mit 18:11. Doch
zum Aufatmen gab es da noch keinen Grund: Im Hinspiel hatte VTV-Torjäger Daniel Lanninger die Wölfe in einer rabenschwarzen zweiten Halbzeit (12:25) quasi im Alleingang erlegt.
Diesmal wurde der 2,03-Meter-Riese kalt gestellt.
Doch der unermüdliche Einsatz in der Abwehr und das hohe Tempo im Spiel nach vorn kosteten viel Kraft. Die daraus resultierende Schwächephase nutzten die Gäste, um aufzuholen.
Als Benny Treiber für Mundenheim den Anschlusstreffer zum 25:24 (49.) erzielte, wurde es noch einmal spannend. „Ich hatte
aber nie das Gefühl, dass wir verlieren. Die Jungs haben ihre Spielkonzeptionen weiter konsequent durchgespielt“,
schwärmte Kreuser.
Die Schlussphase gehörte dann wieder der Heimmannschaft.
Der finale Sturmlauf begeisterte die HF-Fans. Für schallendes Gelächter auf den Rängen sorgte das letzte Tor des
Spiels. Zwei Sekunden vor Schluss hämmerte Ralf Kreibig den Ball vom eigenen Kreis übers ganze Feld. VTV-Torhüter Markus Forler versuchte, den Wurf mit dem Kopf abzuwehren, und kickte sich das Leder dabei ziemlich kurios ins eigene Netz.
Vier Punkte Rückstand
Mit ihrem fünften Sieg haben die HF Untere Saar den Rückstand auf den magischen zehnten Platz auf vier Punkte verkürzt.
Aber auch, wenn es am Ende nicht zum Klassenverbleib reichen sollte, darf den Wölfen in dieser Form in den ausstehenden zwölf Spielen noch so manche Überraschung zugetraut werden. „Die Jungs haben sich nicht aufs Glatteis führen lassen. Wie ein Schneepflug haben sie heute alle Probleme aus dem Weg geräumt. So muss es weitergehen“, sagte Kreuser bei der Pressekonferenz, bevor sich die Zuschauer zufrieden auf den rutschigen Nachhause-Weg machten.
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