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HF1: ohne Kampf ohne Chance
Kreuser verschlägt es die Sprache

Merziger Wölfe lassen sich von Hochdorf beim 26:30 ohne große Gegenwehr bezwingen

Die Handballfreunde Untere Saar mussten am Samstag in der Regionalliga eine erneute Niederlage verkraften. Mit
26:30 (11:15) verloren die Merziger gegen den TV Hochdorf.
Aber den Kampf um den Klassenverbleib wollen sie noch nicht aufgeben.

Von SZ-Mitarbeiterin
Christina John

Merzig. „Es gibt da so einen schlauen Spruch: Wer nicht kämpft, . . .“, sagt Berthold Kreuser, der Trainer der Handballfreunde
Untere Saar, in der Pressekonferenz nach dem Regionalliga-Spiel gegen den TV Hochdorf. Und dafür erntete er begeisterten Beifall von den HF-Fans. Wer nicht kämpft, der hat schon verloren. Heute hatte Kreusers Mannschaft nicht wirklich gekämpft.
Mit 26:30 (11:15) haben die HF Untere Saar am Samstagabend ihr Heimspiel gegen den Aufstiegsanwärter TV Hochdorf
verloren.
„Ich bin sprachlos“, sagte Berthold Kreuser enttäuscht. „Schon am Mittwoch im Training hat mir die Körpersprache der Mannschaft nicht gefallen. Und das hat sich heute fortgesetzt“ – und zwar von Beginn an. Ein Beispiel von vielen: Der Hochdorfer Top-Torjäger Christoph Morio schnappte Ralf Kreibig während eines Merziger Angriffs den Ball vor der Nase weg. Kreibig zeigte keine Reaktion und schaute einfach zu, wie Morio im Tempogegenstoß sein Team mit 4:2 in Führung brachte.

Und auch in der Absprache hatten die Handballfreunde einige Probleme: Der Merziger Thomas Kochann wendete sich
kurz vor einem gegnerischen Freiwurf nach rechts zu seinem Mitspieler, um Anweisungen zu geben. Und links neben ihm öffnete sich eine Lücke, die der flinke Marco Sliwa gnadenlos ausnutzte. 9:11 lautete der Rückstand nach 23 Minuten –
ein Zeitpunkt, zu dem die Handballfreunde Untere Saar komplett ihren Kopf verloren.
Das Aufbäumen bleibt aus
Die Gäste legten in den Schlussminuten der ersten Halbzeit noch einen Zahn zu und distanzierten die Wölfe zur Pause auf
15:11. „Der Trainer hat in der Halbzeit angesprochen, dass die Mannschaft mit den Gedanken nicht auf dem Platz war. Bei uns fehlte einfach die Aufmerksamkeit“, sagte der Merziger Linksaußen Alexander Bochem und schüttelte niedergeschlagen
den Kopf. Die Handballfreunde zeigten sich nach der Pause zwar etwas bemühter, aber wirklich gefährlich wurden sie
dem TV Hochdorf nie. In der 37.Minute schlenzte Ralf Kreibig zwar noch den Ball durch die Hochdorfer Beine ins Tor, aber
der Anschlusstreffer zum 15:18 leitete nicht den erhofften Gegenschlag ein.
„Wir haben uns zwar gegen Hochdorf keine Punkte ausgerechnet, aber es ist schade, dass wir nicht noch eine Schippe
drauflegen konnten“, meinte der Merziger Torben Rixecker.
Der TV Hochdorf hingegen nutzte die Fehlpässe und Schludrigkeiten der HF aus und hielt den Gastgeber mindestens
auf vier Tore Abstand. „Im Moment sind wir nicht so selbstbewusst.
Und Selbstbewusstsein spielt eine große Rolle im Handball“, erklärte Alexander Bochem. „Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Auch wenn die Handballfreunde jetzt acht Punkte bis zum rettenden Ufer trennen, geben sie noch nicht auf. „Mit Sicherheit soll man den Stab noch nicht brechen“, sagte Trainer Kreuser. „Die Runde ist noch nicht vorbei.
Und wenn man gefallen ist, muss man wieder aufstehen.“
Denn: Wer nicht kämpft, der hat schon verloren.
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