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| HF1: die Wölfe einmal im Glück |
Die Wölfe dürfen weiter hoffen
Handball-Regionalliga: HF Untere Saar schlagen Pohlheim mit 32:31
Die Chancen der HF Untere Saar auf den Klassenverbleib in der Handball-Regionalliga Südwest sind gering. Nach dem knappen 32:31 (14:18)- Heimsieg gegen Pohlheim dürfen die Wölfe-Fans aber wenigstens weiter hoffen.
Von SZ-Mitarbeiter
Roland Schmidt
Merzig. „Das war heute ein echtes Kampfspiel. Die Jungs haben eine tolle Moral bewiesen“, schwärmte Berthold Kreuser
am Samstagabend nach dem 32:31 (14:18)-Heimsieg der Handballfreunde Untere Saar gegen die HSG Pohlheim. Der
Erfolg des Regionalliga-Abstiegskandidaten (14.) gegen den Tabellenzehnten war Balsam für die von Verletzungspech und unglücklichen Niederlagen so geschundene Trainer-Seele. Zwar haben sich die Chancen im Abstiegskampf nach dem Erfolg gegen das Team, das aktuell den ersten Nichtabstiegsplatz belegt, nur minimal verbessert, doch dies interessierte Kreuser wenig.
„Wir liegen immer noch acht Punkte zurück. Dieser Sieg tat aber einfach gut.“
Der Beginn des Spiels war hektisch und ausgeglichen. Geschockt registrierten die 300 Zuschauer in der Merziger
Thielspark-Halle dann in der zwölften Minute, wie Peter Laux bei einer 7:6-Führung vom Platz hinkte. Der Kreisläufer
hatte sich bei einem Gegenstoß einen Muskelfaserriss zugezogen und fiel aus. Merzig wirkte verunsichert und spielte
bis zur Pause (14:18) nur mit.
Nach der Pause bauten die Pohlheimer den Vorsprung sogar auf fünf Tore aus.
„Wir waren in dieser Phase nicht in der Lage, die Durchbrüche der Gegner zu unterbinden.“
Doch der Merziger Siegeswille wuchs nun mit jeder Minute. Und HF-Kreisläufer Maurice Duchène nahm sich Gäste-Torjäger Christian Schäfer noch intensiver zur Brust.
Pohlheims Rückraum-Schütze war danach fast völlig abgemeldet. Stark spielte auch HF-Abwehrchef Matthias Bochem,
der seinen Gegnern in der Deckung viele Bälle vor der Nase wegschnappte. „Die zwei Jungs haben eine starke Abwehrleistung gezeigt“, meinte Kreuser.
In der 42. Minute ging Merzig das erste Mal wieder in Führung. Jens Ehrich traf mit einem seiner neun Tore zum
25:24. Kurz darauf lagen die Wölfe erneut mit 28:30 (54.) hinten. Kreuser reagierte. „Ihr habt nach der Pause einen größeren
Vorsprung aufgeholt. Bleibt dran und kämpft!“, stellte der nach der Saison scheidende HF-Trainer sein Team in der
Auszeit wieder neu ein. Mit Erfolg. Merzig glich zum 31:31 aus und ging in der Schlussminute mit 32:31 in Führung.
Die Halle kochte und auf dem Spielfeld sah ein Merziger Rot, allerdings eiskalt berechnend. Für sein hartes Einschreiten beim letzten Gäste-Angriff bekam Jens Ehrich von den Schiris die Rote Karte gezeigt. Die bei diesem taktischen Foul verrinnenden
Sekunden fehlten Pohlheim aber am Ende, um zum Remis zu kommen. Als Schäfers letzter Freiwurf mit dem Abpfiff im
Wölfe-Block zerschellte, brach auf den Rängen Jubel aus.
„Endlich hatte wir mal das Quäntchen Glück, das uns so oft fehlte“, sinnierte Kreuser.
_ Tore der HF: Jens Ehrich 9, Thomas Kochann 6, Alex Bochem 6, Torben Rixecker 3, Ralf Kreibig 3, Maurice Duchène 2,
Simon Pytlik 2, David Pfiffer 1
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