Hf1: neuer Trainer wird Franzel Schwindling
Geschrieben von artur am 06.03.2010 - 11:11:26
Schwindling wird neuer HF-Trainer
Nachwuchs-Coach ab neuer Saison im Amt
Die HF Untere Saar müssen am Samstag, 19.30 Uhr, im Regionalliga-Heimspiel gegen Pohlheim siegen, sonst ist der Abstieg so gut wie besiegelt. Unter den mitfiebernden HF-Fans sitzt auch
Franzel Schwindling,
der ab Juni der neue Wölfe-Trainer sein wird.
Von SZ-Mitarbeiter
Roland Schmidt
Merzig. Die Lage der Handballfreunde Untere Saar in der Regionalliga Südwest als prekär zu bezeichnen, wäre untertrieben.
Zehn Punkte liegen die Wölfe aktuell vom rettenden zehnten Tabellenplatz entfernt, auf dem die HSG Pohlheim liegt – der Gegner im heutigen Heimspiel.
Wenn die Truppe von Noch-Trainer Berthold Kreuser um 19.30 Uhr in der Thielspark-Halle versuchen wird, einer der letzten Mini-Chancen im Abstiegskampf zu nutzen, wird auch der künftige HF-Trainer zuschauen und die Daumen drücken.
Egal, ob die Untere Saar die Klasse hält oder, was wahrscheinlicher ist, in der Oberliga neu durchstartet,Franzel Schwindling will als neuer Trainer zur Stelle sein. „Als ich vom Vorstand gefragt wurde, ob ich es mir vorstellen kann, habe ich Ja gesagt. Bis dato hatte es sich einfach noch nie ergeben“, sagt der 53 Jahre alte Inhaber der Trainer-B-Lizenz. Seit 35 Jahren ist Schwindling Mitglied

des HSV Merzig-Hilbringen, zur Zeit tariniert er die weibliche B-Jugend des Vereins. In seiner früheren Funktion als Jugendtrainer beim Handballverband Saar hatte der Verwaltungsangestellte beim Merziger Bauamt schon viele Spieler des Regionalliga-Teams unter seinen Fittichen. Torwart Matthias Hoffeld und Torjäger Ralf Kreibig spielten unter ihm in der Saarauswahl. Sein gutes Händchen für den Nachwuchs
machten Schwindling für Horst Jung auch zum Wunschkandidaten.
„Wir streben eine noch engere Bindung zwischen erster und zweiter Mannschaft sowie der A-Jugend an. Franzel ist zum aktuellen Zeitpunkt genau der richtige Mann“, begründet der HSV-Vorsitzende die Wahl.
Die Jugendarbeit lag und liegt Schwindling besonders am Herzen. Aber auch im Aktivenbereich sammelte er viele Erfahrungen. So trainierte Schwindling schon das frühere Regionalliga-Frauenteam des HSV, aus dem später Nationalspielerin Anja Gläsener hervorging.
Im Männerbereich war er von 1990 bis 1992 Trainer beim HC Dillingen-Diefflen. Mit der Mannschaft schaffte er den Aufstieg in die Oberliga.
Seine Trainer-Philosophie beschreibt Schwindling so:
„Handball ist ein Hobby – und ein Hobby soll Spaß machen.
Die Jungs müssen mit einem guten Gefühl in die Halle kommen. Mit dem Spaß kommt oft auch der Erfolg. Natürlich lasse ich nicht darüber abstimmen, was gemacht wird. Da gibt es schon ganz klare Vorgaben“, sagt Schwindling. Über die Zukunft der Mannschaft macht er sich indes nichts vor. „Wir werden wohl absteigen und einen direkten Wiederaufstieg sehe ich nicht. Dafür ist der Umbruch im Kader einfach zu groß.
Wichtige Schlüsselspieler wie Hoffeld und Kreibig werden uns verlassen. Nachwuchstalente müssen integriert werden und es kommen sicher auch einige neue Leute dazu“, sagt Schwindling.
Ein riesiges Potenzial schlummere in der eigenen AJugend.
Da gebe es mit Philipp Zeimet, Sebastian Klein, Timm Reinert, Till Bost und Matthias Böhm einige interessante Spieler, die der Mannschaft helfen könnten, meint Schwindling.
„Ich muss mit den Jungs reden und sondieren, ob und inwieweit Interesse besteht“, sagt der designierte Coach. Zum künftigen Saisonziel möchte er sich derzeit noch nicht äußern.
Bevor der Kader nicht feststehe, sei es schwierig, darüber eine Aussage zu treffen, hält sich der neue Mann lieber bedeckt.
Im Spiel gegen Pohlheim wird Schwindling am Abend auf der Tribüne mitzittern: „Wir werden Pohlheim schlagen. Da bin ich mir ganz sicher.“